Paris 2006 PDF Drucken E-Mail
Montag, den 18. Dezember 2006 um 23:47 Uhr

10.09.2006 - 15.09.2006      Kursfahrt nach Paris 2006

Wir waren auf Kursfahrt in Paris. Hier der Bericht und einige Biler von der Fahrt.

Paris 2006

Gruppenbild 


Paris, ville de l'amour. Stadt der Liebe und Sehnsüchte. Knapp vier Tage sollten wir dort sein (ohne Busfahrt) und einen kleinen Eindruck dieser vollen und zugleich schönen Stadt erhalten. Das erste Problem bestand darin, die Stadt zu erreichen. Am Samstagabend, gegen kurz nach acht Uhr, fuhr der fast voll besetzte Bus los. Wir sollten alle zwei Stunden Pause machen. Wenn es nach denen gegangen wäre, die schon nach 20 Minuten den ersten Halt forderten, wären wir wohl nicht nach Paris gekommen. Einige Zwischenfälle aufgrund großen Durstes, mehrere Autobahnraststellen und Mauteinforderungsposten, wenig Schlaf und viele Gespräche lagen hinter uns, als wir Paris erreichten. Das erste, mit dem man konfrontiert wurde, war die Smokwolke über der Stadt, dann der chaotische Verkehr und natürlich Stau. Um 11:41 aber erreichten wir schließlich das Etap - Hotel im Norden der Stadt. Dort stand zunächst ein Aufenthalt zum "Einleben" auf dem Programm. Die Zimmer besaßen drei Betten, Dusche, Toilette und Waschbecken. Wenn auch Dusche und Toilette etwas "campingartig" angeordnet waren, machte das Zimmer einen sauberen und gepflegten Eindruck. Gegen halb vier dann Versammlung in der Lobby und Abmarsch Richtung Metro Station "Porte d' St. Quen". Es war nicht zu übersehen, dass viele von den Folgen der Nacht geprägt waren. Die Metro brachte uns in die Innenstadt, zum Rathaus. Nachdem wir uns dieses von außen und "Notre Dame" angeschaut hatten, folgte ein Spaziergang bei schönstem Wetter an der Seine zum Eiffelturm. Die Sicherheitskontrollen waren hier trotz des Datums (11.9.) sehr milde, ohnehin schienen es die Pariser damit nicht zu genau zu nehmen. Vom Eiffelturm hatte man einen tollen Blick auf die Stadt bei frühabendlichem Sonnenschein, vor allem auf das Geschäftszentrum "La Défense" und den "Arc de Triomphe". Nachdem wir mit beiden Fahrstühlen hinunter gefahren waren, hatten wir Freizeit. Die meisten suchten nach etwas schmackhaftem Essbarem und erst abends sollten wir uns im Hotel bei den Lehrern melden. Was danach auf den Zimmern passierte, war jedem selbst überlassen worden. Um neun Uhr am nächsten Morgen saßen alle wieder im Bus. Zuvor hatten wir im Speisesaal des Hotels das aus Brot und Baguette samt Aufstrich und Kaffee, Saft und Tee bestehende Frühstück eingenommen. Eine Stadtrundfahrt stand nun auf dem Programm, drei Stunden sollte sie dauern. Die Stadtführerin sagte, die Straßen seien vergleichsweise leer, daher standen wir nicht ganz solange im Stau, wie erwartet. Während der Tour kamen wir an den bekanntesten Sehenswürdigkeiten vorbei, bis wir schließlich im "Luxemburg Garten" hielten. Den Nachmittag konnte jeder wieder individuell gestalten, sprich: Freizeit. Um halb acht trafen sich dann (fast) alle an einem Schiffsanleger vor dem Eiffelturm. Das Schiff hatte nur ein Deck mit einem verschmutzten Glasdach. Es war recht voll und laut. Die Fahrt an sich aber schön, die Stadt vom Fluss aus in der Dämmerung und später beleuchtet in der Dunkelheit zu sehen, offenbarte eines der sehr romantischen Gesichter dieser Stadt. Am Ende erstrahlte der Eiffelturm im Blitzlichtgewitter, vom Schiff aus recht gut zu sehen. Mittwochmorgen fuhr uns der Bus nach Versailles. Nachdem man sich viele der Gemächer und den sich gerade in Restauration befindlichen Spiegelsaal angesehen hatte, boten die großen Parkanlagen Platz zum Entspannen. Danach fuhren wir nach "La Défense", dem Hauptgeschäfts- und Finanzviertel Paris'. Nach dem Gruppenfoto am "Grand Arche" (siehe Bilder) fuhren einige zurück in die Innenstadt, Andere blieben und besuchten das dortige Einkaufszentrum. Am Abend trafen sich dann alle wieder vor dem Haupteingang des "Louvre", der Glaspyramide. Wir hatten nicht viel Zeit, etwa eineinhalb Stunden, die meisten suchten sich also nur ein paar Ziele aus. Voran stand natürlich das Bild der "Mona Lisa", das u. a. durch einen abgesperrten Bereich, eine Glaswand vor dem Bild und zwei Sicherheitskräfte, die akribisch jegliches Filmen und Fotografieren verboten, geschützt war. Aber auch außer der "Mona Lisa" gab es natürlich geradezu endlos wirkende Sammlungen von Kunst und Kultur. Das Museum konnte dann jeder verlassen, wann er mochte und den letzten Abend in Paris frei verbringen. Am Donnerstag wurde zunächst einmal das Gepäck in den Bus gepackt. Das Wetter war seit dem Louvre- Besuch nicht mehr so schön, erst am Nachmittag sollte es wieder besser werden. Natürlich nutzten wir die Zeit noch, die bis zur Abfahrt blieb. Zunächst besuchten wir "Sacré-Cœur" - viele Wege führen zum Ziel, manche kürzer, manche länger - danach blieb dann wieder individuell Zeit. Einige fuhren noch einmal zum "Champs-Élysées", andere suchten sich einen schönen Platz in einem Park und verbrachten die Zeit dort. Um 18:00 sollte der Bus los fahren. Dies geschah dann auch, nachdem ein polnischer Busfahrer eine seiner Busbatterien mit einer leer gewordenen unseres Busses zum Starten ausgetauscht hat. Eigentlich schade, dass es geklappt hat, finde ich, eine oder zwei Nächte mehr in Paris wären sicherlich schön gewesen. Auf der Rückfahrt war es erstaunlich, welch sängerisches Potenzial in der Gruppe, angefangen bei den Lehrern, aufhörend auf der Rückbank, zu finden war. Erst als sich der Busfahrer beschwert hatte, mussten wir leiser sein. Nach einer wesentlich kürzeren Rück- als Hinfahrt erreichten wir am Freitag gegen halb neun wieder die Schule. In meinen Augen war es eine wunderschöne, sehr erlebnis- und lehrreiche Zeit, die einen Eindruck dieser gleichzeitig großen, schönen und romantischen Stadt geboten hat und vor allem ein völlig anderes, leichtes und faszinierendes Lebensgefühl zeigte.



Ein Bericht von: Lorenz von Hasseln


 
Einige Impressionen finden Sie in der Galerie.
 


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