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| Bericht Japan 2010 |
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| Freitag, den 17. September 2010 um 11:19 Uhr |
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Die Japaner sind keineswegs so unzugänglich oder distanziert, sie zeigen wie wir offen Gefühle auf ihren Gesichtern, öffnen Geschenke nicht alleine im Kämmerchen sondern vor allen anderen. Der Umgang in der Familie ist meist genauso liebevoll wie in Deutschland auch, man lacht gerne zusammen und nimmt aufeinander Rücksicht. Die Mutti ist häufig diejenige, die kocht und wäscht, während der Mann arbeiten geht. Das japanische Schulsystem ist erheblich strenger als bei uns. Die meiste Zeit verbringen die Kinder in der Schule, auf ihnen liegt jede Menge Druck beste Leistungen zu erzielen. Wenn der Unterricht 16 Uhr endet, geht niemand nach Hause, sondern verbringt 2-3 h täglich in einem Club. Bei einem so straffen Tagesplan wundert man sich nicht mehr darüber, dass man überall im Zug schlafende Leute sieht. Um der Hektik des Alltaglebens zu entfliehen, gibt es so großartige Dinge wie öffentliche Bäder oder Tee- Blumensteckzeremonien. Auch Japans Landschaft ist viel schöner als so mancher denkt, zumindest abseits der völlig zugebauten Städte, in den Bergen, wo man frische Luft atmen und Vogelgesängen lauschen kann. Doch auch zwischen Häusern um die zahllosen Tempel und Schreine herum, die wir besichtigten, waren schöne Parks angelegt worden. Genauigkeit, Pünktlichkeit, sowie das ständige Bestreben nach Perfektion beschreiben den Charakter des Inselvölkchens am treffendsten: ob es um das Einhalten von Zeitplänen, das tägliche Bad oder das Einpacken von Geschenken geht, alles ist wichtig. Auch wenn wir uns manchmal über die mangelnde Flexibilität der Japaner aufgeregt haben, so macht sie doch alles durch ihre unglaubliche Gastfreundschaft wieder wett!
Ein Bericht von Marie Mangold
Bilder zu unserer Reise nach Japan gibt es in der Galerie. |


